Wichtiger Hinweis: Auf unserer Internetseite berichten wir ausführlich (also auch mit Bildmaterial) über unser Einsatzgeschehen. Bilder werden erst gemacht, wenn das Einsatzgeschehen dies zulässt ! Es werden keine Bilder von Verletzten oder Toten gemacht oder hier veröffentlicht! Sollten Sie Einwände gegen die hier veröffentlichen Fotos oder Berichte haben, wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an unseren Webmaster.
Das verwenden von Fotos ohne schriftliche Zustimmung ist untersagt.

Ehrenamtliche BRK-Gemeinschaft blickt auf vielseitiges und arbeitsreiches Jahr zurück, ehrt verdiente Mitglieder und dankt der Bevölkerung für ihre große Spendenbereitschaft


BERCHTESGADEN (ml) – Die 32 aktiven ehrenamtlichen Einsatzkräfte der BRK-Bereitschaft Berchtesgaden blicken mit 66 Sanitätsdiensten, 27 Einsätzen und 16.607 geleisteten Stunden auf ein arbeitsreiches, forderndes und vielseitiges Jahr 2017 zurück. Obwohl die Anzahl der Einsätze vergleichbar hoch wie 2016 war (25 Einsätze und 88 Sanitätsdienste), hatten die Freiwilligen viel zusätzlichen Planungs- und Organisationsarbeit mit ihrem Neubau-Projekt am Schönauer Friedhof, das nun durch die Unterstützung vieler Spender und der heimischen Gemeinden konkrete Formen annimmt.

Insgesamt 76 Mitglieder aller Altersstufen zählt die Bereitschaft Berchtesgaden derzeit; davon leisten die 32 Aktiven ihren Dienst bei Einsätzen und Sanitätsdiensten. Die letzten Jahre war die Bereitschaft immer mehr gefordert – die Anzahl der Einsätze und Dienste erreichte  2015 einen bisherigen Höchststand. Von 2016 auf 2017 stieg die Anzahl der ehrenamtlich, freiwillig und unentgeltlich geleisteten Stunden nochmals um 600 auf insgesamt 16.607. Bereitschaftsleiter Walter Söldner (links) und sein Stellvertreter Florian Holzinger (rechts) ehrten neun Mitglieder für teilweise jahrzehntelangen ehrenamtlichen Dienst am Nächsten (von links): Michael Schropp (65 Jahre), Michael Bayer (5), Fabian Westermeier (10), Hans Stocker (55), Raphael Richter (5), Lena Mader (5), Holger Schmidt (5), Bernd Resch (30 Jahre) und Astrid Resch (35 Jahre).


66 Sanitätsdienste mit Schwerpunkt Kunsteisbahn Königssee

Die Bereitschaft war das ganze Jahr über gefordert; bei Diensten an der Rodelbahn im Winter, beim Sommer-Skispringen an der Schanze am Kälberstein in Bischofswiesen, beim Ringen oder beim Autoslalom am Königssee-Parkplatz. „Langweilig wird es uns nie!“, betonte Söldner. Der wohl zeitintensivste Dienst ist an der Rodelbahn am Königssee. „Hier möchte ich mich bei den Bereitschaften Bad Reichenhall und Freilassing und besonders bei Florian Halter bedanken! Ohne ihre personelle Unterstützung wäre dieser Marathon nicht machbar!“, lobte Söldner, der vor allem allen ehrenamtlichen Einsatzkräften dankte, die teilweise Urlaub nehmen, um die vielen Dienste an der Rodelbahn besetzen zu können.


 Viel Aufwand für die Mittelbeschaffung

„Ohne die hohe Spendenbereitschaft der heimischen Bevölkerung wäre vieles nicht möglich – ein Dank an Alle, die uns unterstützen!“, sagte Söldner. Um die Ausrüstung, die Bekleidung, den Fuhrpark und die Ausbildung der Helfer zu finanzieren, hatte die BRK-Bereitschaft 2017 mehrere Mittelbeschaffungen durchgeführt, darunter die Glückshafen-Losbude auf verschiedene Märkten, Oster- und Adventsmärkte in der Schön-Klinik Schönau, Christbaum-Verbrennen im Heizkraftwerk Schönau, die Altkleidersammlung im Oktober und der 2017 neu ins Leben gerufene Adventsmarkt in Marktschellenberg.


 Sehr gute Zusammenarbeit mit dem ÖRK-Blutspendedienst

1.790 Blutkonserven konnte der Österreichische Blutspendedienst 2017 bei den sechs Terminen in Berchtesgaden gewinnen, die die BRK-Bereitschaft organisiert und betreut, wobei die Ehrenamtlichen 340 freiwillige Stunden leisteten.


Neubau-Projekt am Schönauer Friedhof nimmt konkrete Formen an

„Es ist 5 nach 12 nicht 5 vor 12! – waren 2016 meine Worte in Bezug auf die katastrophale räumliche Unterbringung der Bereitschaft und ihrer Fahrzeuge, die aktuell aus allen Nähten platzt“,  erinnerte sich der Taktische Leiter der BRK-Bereitschaft, Bernd Resch, der unter anderem für die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) verantwortlich zeichnet, die bei größeren Schadensfällen und zur Spitzen-Abdeckung als Unterstützung des regulären Rettungsdienstes und Krankentransports ausrückt und so für ein zusätzliches Plus an Sicherheit in der Region sorgt. „Erfreulicherweise hatte sich 2017 dann einiges bewegt und getan; wir fanden mit Unterstützung der Gemeinden ein Grundstück im Bereich Lustheim in der Nähe des Friedhofs in der Schönau, wo eine neue Unterkunft für den Katastrophenschutz entstehen wird. „Es ist nun wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen, was unsere Ehrenamtlichen sehr motiviert! Die Planungen laufen zwar gut, aber bereits jetzt steht fest, dass der ursprüngliche Finanzplan nicht eingehalten werden kann. Wir sind deshalb auf viele Spenden der Bevölkerung angewiesen!“, erklärte Resch.


Gut aufgestellt und ausgebildet für die Zukunft

Resch erläuterte in seinem Rückblick, dass die derzeit 76 Mitglieder der BRK-Bereitschaft Berchtesgaden gut für die Zukunft gerüstet sind. 32 aktive Helfer, darunter ein Arzt, acht Rettungsassistenten, fünf Rettungssanitäter, sieben Rettungshelfer, zehn Sanitäter und ein Helfer bilden eine gut ausgebildete Gruppe für vielfältige Einsatzlagen, wobei die Bereitschaft auch zwei Einsatzleiter Rettungsdienst, fünf Gruppenführer, vier Truppführer sowie einen Fachdienstleiter „Technik und Sicherheit“ stellt. Ausbildungsschwerpunkte waren 2017 neben den jährlichen Pflichtunterweisungen in Hygiene, Unfallverhütungsvorschriften und Wiederbelebung das Verhalten bei Polizeieinsätzen wie Amoklauf oder Terroranschlägen und die Patienten-Sichtung beim Massenanfall von Verletzten. „Bereits in der Silvesternacht um 1.20 Uhr morgens wurde das Einsatzjahr 2017 für die SEG wegen eines allgemein erhöhten Einsatzaufkommens eingeläutet“, erinnerte sich Resch. Im Livehouse am Königssee benötigte eine Person medizinische Hilfe, nachdem sie gestürzt war und sich verletzt hatte. Die Sanitäter mussten jedoch erst nach der Einsatzörtlichkeit suchen, da im Notruf eine andere Adresse mitgeteilt worden war. Nach einer kurzen Erstversorgung transportierte die Krankenwagen-Besatzung den Verletzten dann zur Klinik. Neun Notarzteinsätze, sechs Notfalleinsätze, zwei Krankentransporte, zwei Gebietsabsicherungen, vier Brandabstellungen, einen Brandmeldeanlagen-Alarm, zwei Betreuungseinsätze und die Bombendrohung in Bayerisch Gmain spiegeln das inhaltlich abwechslungsreiche und breite Einsatzspektrum der Berchtesgadener SEG im Jahr 2017 wider.

Zahlreiche Ehrengäste, darunter die Bürgermeister der Gemeinden im Zuständigkeitsgebiet, die Vertreter der Feuerwehren und der Polizei, die befreundete Nachbar-Kolonne Hallein des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK), die Nachbar-BRK-Bereitschaften und Vertreter der BRK-Wasserwacht, der Bergwacht im BRK, der hauptamtlichen Rettungswache des Roten Kreuzes und des BRK-Kreisverbands dankten der BRK-Bereitschaft Berchtesgaden für ihre große ehrenamtliche Leistung im Dienst am Nächsten und die gute Zusammenarbeit.