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Weitgehend konstante Zahlen: 2.697 Liter Blut für Kranke und Verletzte

5,3 Prozent der Landkreis-Bewohner spendeten 2013 ihren besonderen Lebenssaft

Im Jahr 2013 haben die Menschen im Berchtesgadener Land insgesamt 2.697 Liter Blut für schwer Kranke und Unfallopfer gespendet und damit annähernd genauso viel wie 2012 mit 2.700 Litern. Trotz Ausfall eines Termins in Laufen aufgrund der Hochwasser-Katastrophe konnten die ehrenamtlichen Helfer der örtlichen Rotkreuz-Bereitschaften bei 48 (2012: 49) Terminen insgesamt 5.807 (2012: 5.942) freiwillige Blutspender betreuen und verköstigen. „Die Anzahl der erschienenen Spender reduzierte sich um 135, dafür stieg die Zahl der Erstspender um 22 auf 395 an“, freut sich Edi Schmid vom ehrenamtlichen Organisationsteam der BRK-Bereitschaften. 5,3 Prozent (2012: 5,2 Prozent) der Landkreis-Bewohner spendeten 2013 ihren besonderen Lebenssaft.

 

Wie bereits 2012 kamen durchschnittlich jeweils 121 Spendewillige zu den jeweiligen Ortsterminen, von denen 112 (2012: 110) ihr kostbares Blut für Kranke und Verletzte spenden konnten. „Am fleißigsten spendeten die Bürger aus Teisendorf mit 9,3 Prozent der Bevölkerung, gefolgt von Anger mit 8,4 Prozent und Saaldorf-Surheim mit 7,5 Prozent“, lobt Edi Schmid. Schlusslichter sind 2013 Bad Reichenhall und Ainring mit 4,4 und 3,9 Prozent. Die Auswertung der Statistik für die einzelnen Orte im Landkreis ergab folgendes Ergebnis:

 

Anger:

• 4 Spendetermine

• 368 erfasste Blutspender (8,4 Prozent der Bevölkerung)

• 339 gespendete Blutkonserven

• Rückgang der Spendewilligen im Vergleich zum Vorjahr um 23 (6 Prozent)

• 17 Erstspender (2012: 16)

 

Ainring:

• 4 Spendetermine

• 371 erfasste Blutspender (3,9 Prozent der Bevölkerung)

• 344 gespendete Blutkonserven

• Rückgang der Spendewilligen im Vergleich zum Vorjahr um 38 (9 Prozent)

• 16 Erstspender (2012: 27)

 

Bad Reichenhall, einschließlich Gemeinden Bayerisch Gmain & Schneizlreuth

• 10 Spendetermine

• 948 erfasste Blutspender (4,4 Prozent der Bevölkerung)

• 872 gespendete Blutkonserven

• Rückgang der Spendewilligen im Vergleich zum Vorjahr um 62 (6,1 Prozent)

• 68 Erstspender (2012: 77)

 

Freilassing:

• 6 Spendetermine

• 770 erfasste Blutspender (4,8 Prozent der Bevölkerung)

• 708 gespendete Blutkonserven

• Steigerung der Spendewilligen im Vergleich zum Vorjahr um 65 (9,2 Prozent)

• 54 Erstspender (2012: 35)

 

Laufen:

• 3 Spendetermine (einer weniger wegen Hochwasser)

• 325 erfasste Blutspender (4,7 Prozent der Bevölkerung)

• 294 gespendete Blutkonserven

• Rückgang der Spendewilligen im Vergleich zum Vorjahr um 160 (12,4 Prozent)

• 23 Erstspender (2012: 37)

 

Piding:

• 4 Spendetermine

• 377 erfasste Blutspender (7,2 Prozent der Bevölkerung)

• 345 gespendete Blutkonserven

• Steigerung der Spendewilligen im Vergleich zum Vorjahr um 23 (6,5 Prozent)

• 24 Erstspender (2012: 22)

 

Saaldorf & Surheim:

• 6 Spendetermine

• 394 erfasste Blutspender (7,5 Prozent der Bevölkerung)

• 366 gespendete Blutkonserven

• Rückgang der Spendewilligen im Vergleich zum Vorjahr um 41 (9,4 Prozent)

• 21 Erstspender (2012: 12)

 

Teisendorf:

• 5 Spendetermine

• 850 erfasste Blutspender (9,3 Prozent der Bevölkerung)

• 775 gespendete Blutkonserven

• Steigerung der Spendewilligen im Vergleich zum Vorjahr um 69 (8,8 Prozent)

• 54 Erstspender (2012: 26)

 

Berchtesgaden (fünf Gemeinden des südlichen Landkreises):

• 6 Spendetermine

• 1.404 erfasste Blutpender (5,8 Prozent der Bevölkerung)

• 1.351 gespendete Blutkonserven

• Steigerung der Spendewilligen im Vergleich zum Vorjahr um 32 (2,3 Prozent)

• 120 Erstspender (2012: 120)

 

Da Blutspenden unentgeltlich erfolgt, bekommt im Notfall jeder eine Konserve, der sie braucht und nicht nur diejenigen, die sie sich leisten können. „Mit ihrer unentgeltlichen Blutspende unterstützen die Spender das ethisch-moralische Ideal, dass Blut als menschliches Organ nicht zur Handelsware degradiert wird!“, erklärt BRK-Chefarzt Dr. Franz Leipfinger. „Dem Roten Kreuz im Berchtesgadener Land ist ein besonderes Anliegen, allen Gemeinden und Pfarrämtern, einschließlich ihrer Mitarbeiter, für ihre hervorragende Unterstützung und die kostenlose Überlassung ihrer Räume ganz herzlich zu danken“, erklärt BRK-Kreisgeschäftsführer Tobias Kurz.

 

Die heutige Medizin ist ohne Blutspenden praktisch nicht vorstellbar: Das meiste Blut wird für die Behandlung von Krebskranken (19 Prozent) benötigt. Erst danach folgen andere interne Erkrankungen am Herzen (16 Prozent), an Magen und Darm (16 Prozent) und Unfallverletzungen (12 Prozent). Ein Großteil des Spenderblutes wird für Operationen und für die Therapiebehandlung von Leukämie-Erkrankten benötigt. „Dabei ist die Blutgruppe 0 negativ für den BRK-Blutspendedienst besonders wertvoll“, erklärt Gebietsreferent Robert Schneider, „da diese Konserven unter anderem das „Notfallblut“ sind, also im Notfall immer genommen werden können, da es jeder Verletzte verträgt.“ Auch die Blutgruppen A und 0 sind begehrt, da sie am häufigsten in der Bevölkerung vertreten sind, und damit am meisten benötigt werden.

 

Das gesammelte Blut wird umgehend mit einem Kühlwagen in ein Münchener Labor transportiert und dort weiterverarbeitet. Das Rote Kreuz stellt rund 80 Prozent der Blutversorgung in Deutschland sicher und hat entsprechende Vorräte für Notfälle und Katastrophen. Trotz zahlreicher Versuche der Medizin und der Pharmaindustrie ist es bisher nicht gelungen, ein entsprechendes Spenderblut künstlich herzustellen. Dabei sind statistisch gesehen 80 Prozent der Deutschen mindestens einmal im Leben auf eine Blutspende angewiesen. Schmid: „Dieses Blut muss jedoch zuvor gespendet werden - freiwillig und unentgeltlich.“ Nach wie vor benötigen die Krankenhäuser Bayerns täglich rund 2.200 Blutkonserven.

 

Mit jeder Blutspende kann bis zu drei Patienten geholfen werden, da die meisten Konserven im BRK-Labor in verschiedene Blutbestandteile getrennt werden und ein Kranker nur das Produkt bekommt, das er gerade benötigt. Jeder Spender tut auch etwas für seine eigene Gesundheit, da sein Blut zahlreichen Untersuchungen unterzogen wird, und er bei Unregelmäßigkeiten sofort verständigt wird. Wer daher regelmäßig seine Blutspendetermine wahrnimmt, bekommt zusätzlich einen kostenlosen Gesundheitscheck. So können frühzeitig Herz- und Kreislauf-, Leber- und Nierenerkrankungen sowie Fettstoffwechselstörungen erkannt und behandelt werden. Blutspenden kann jeder gesunde Erwachsene zwischen dem 18. und 69. Lebensjahr. Am Tag der Blutspende sollte man normal, aber nicht zu fettreich essen und viel trinken, aber keinen Alkohol. Frauen dürfen viermal, Männer sechsmal pro Jahr spenden. Der Abstand zwischen zwei Spenden muss mindestens 56 Tage betragen.

 

Schmid: „Bitte helfen Sie weiterhin und spenden Sie ihr Blut bei den Blutspendeterminen des örtlichen Roten Kreuzes und bringen Sie Familienmitglieder, Freunde und Bekannte mit, damit auch in der Zukunft die Versorgung unserer Bevölkerung mit dem notwendigen Blut gewährleistet ist!“ Die nächsten Möglichkeiten dazu sind am Donnerstag, den 20. Februar von 15.30 bis 20 Uhr in der Aula der Grund- und Mittelschule Teisendorf, am Dienstag, den 25. Februar von 16 bis 20 Uhr in der Grundschule Laufen und am Donnerstag und Freitag, 27. und 28. Februar, jeweils von 16 bis 20 Uhr im Pfarrheim St. Zeno in Bad Reichenhall. Alle weiteren aktuellen Blutspendetermine werden auf der Internetseite des Roten Kreuzes unter www.brk-bgl.de und in den Lokalmedien angekündigt.