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Vier zum Teil schwer Verletzte: Lastwagen des Technischen Hilfswerks (THW) stößt bei großem Hochwasser-Einsatz in Berchtesgaden mit Auto zusammen und überschlägt sich

BERCHTESGADEN – Ein Spezialfahrzeug des Technischen Hilfswerks (THW) ist am Sonntagmittag gegen 12 Uhr während des großen Hochwasser-Einsatzes in Berchtesgaden auf der Salzbergstraße (B319) bergab auf die Gegenfahrbahn geraten und mit einem VW-Golf zusammengestoßen, wobei sich der MAN-Laster überschlug und vier Menschen zum Teil schwer verletzt wurden. Feuerwehr und Rotes Kreuz versorgten die Insassen beider Fahrzeuge, darunter die ehrenamtlichen Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´n) der BRK-Bereitschaften, die seit Samstagabend durchgehend den regulären Rettungsdienst und Krankentransport in den Gemeinden des von Hochwasser und Muren stark betroffenen inneren Landkreises mit zusätzlichen Sanitätern und Fahrzeugen verstärken, da Ortsteile über nicht mehr passierbare Straßen nur noch über zum Teil weite Umwege erreichbar sind (separater Bericht).

Den bisherigen Ermittlungen der Berchtesgadener Polizei zufolge war der 42-jährige Fahrer des mit auf Paletten gelagerten Sandsäcken befüllten THW-Lasters zusammen mit seinem 25-jährigen Beifahrer bergab auf der B319 unterwegs, als er aus bisher nicht geklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn geriet, dort mit dem VW-Golf eines Urlauber-Ehepaars aus der Oberpfalz zusammenstieß, sich dann am Beginn der Schießstättbrücke überschlug und am dortigen Treppenaufgang auf dem Dach liegen blieb. Die Polizei meint, dass eventuell die Bremsen des Lasters heiß gelaufen waren.

Die Einsatzkräfte mussten die Besatzung des THW-Fahrzeugs mit dem Technischen Rettungssatz befreien, wobei der 25-jährige Beifahrer nach erster Einschätzung des Roten Kreuzes so schwer verletzt worden war, dass Notarzt und Notfallsanitäter den Pongauer Notarzthubschrauber „Martin 1“ nachforderten, der den jungen Mann dann zum Salzburger Unfallkrankenhaus flog. Der Lastwagen-Fahrer wurde mittelschwer verletzt. Das Urlauber-Ehepaar hatte mehr Glück und kam leicht verletzt davon, obwohl ihr Golf völlig zerstört worden war. Das Rote Kreuz brachte die drei Patienten in die Kreiskliniken Bad Reichenhall und Berchtesgaden.

Beamte der Berchtesgadener Polizei nahmen den Unfall auf und schätzen den Sachschaden an beiden Fahrzeugen auf von mehrere zehntausend Euro. Zur Klärung der genauen Ursache müssen sie noch einige Zeugen befragen. Neben den Feuerwehren Berchtesgaden, Schönau, Königssee und Bischofswiesen war das Rote Kreuz mit zwei Notfallkrankenwagen der ehrenamtlichen BRK-Bereitschaften Bad Reichenhall und Berchtesgaden, beiden regulären Reichenhaller Rettungswagen, drei Notärzten, dem Einsatzleiter Rettungsdienst und dem Pongauer Notarzthubschrauber „Martin 1“ im Einsatz. Eine Spezialfirma barg den Lkw; der Pkw musste auch abgeschleppt werden, wobei die Straße mehrere Stunden lang komplett gesperrt war.

Bereits am Samstagabend gegen 19.30 Uhr hatte sich in Bischofswiesen vor dem Feuerwehrhaus ein Unfall zwischen einem Feuerwehr-Versorgungslastwagen und einem Mazda ereignet, der aber wesentlich glimpflicher ausgegangen war: Die Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes untersuchte die Autofahrerin, musste sie aber nicht mit ins Krankenhaus nehmen.

Quelle: BRK KV BGL