Stallgebäude brennt bei Großbrand am Untersalzberg komplett nieder


Bis zu 300.000 Euro Sachschaden: 270 Einsatzkräfte waren die Nacht über gefordert - 30 Rinder, zwei Pferde und zwei Ziegen können gerettet werden

BERCHTESGADEN/UNTERSALZBERG – Am späten Freitagabend gegen 22.30 Uhr ist im Stadl des Perlerlehens, einem landwirtschaftlichen Anwesen am Rennweg am Untersalzberg, ein Feuer ausgebrochen, durch das dann das Stallgebäude komplett abbrannte. Die Integrierte Leitstelle Traunstein (ILS) schickte umgehend ein Großaufgebot von Feuerwehr, Rotem Kreuz und Technischem Hilfswerk (THW) zum Einsatzort. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stand das landwirtschaftliche Gebäude bereits in Vollbrand, und eine von Weitem sichtbare Räuchsäule stieg auf, wobei sogar noch im Markt Brandgeruch wahrnehmbar war. Das Rote Kreuz versorgte insgesamt acht Betroffene, die Rauch eingeatmet hatten; ernsthaft verletzt wurde aber niemand. Alle 34 Tiere im Stall wurden ins Freie gerettet.

Die Feuerwehren verhinderten mit ihrem raschen Einsatz, dass die Flammen auf die angrenzenden Wohnhäuser übergreifen und brachten den Brand schnell unter Kontrolle. Die insgesamt 30 Rinder, zwei Pferde und zwei Ziegen, die sich noch im Stall befanden, konnten die Einsatzkräfte unversehrt retten. Die Nachlöscharbeiten dauerten noch bis spät in die Nacht. Die Feuerwehr war mit Einsatzkräften aus Berchtesgaden (mit den Löschzügen Au und Maria Gern), Bischofswiesen, Schönau und Königssee, Marktschellenberg, Ramsau, Bad Reichenhall, Freilassing, Hallein, Niederalm und Bad Dürrnberg stundenlang gefordert.

Vom Roten Kreuz waren 33 Einsatzkräfte gefordert, darunter eine Rettungswagen-Besatzung aus Bad Reichenhall, der Berchtesgadener Notarzt, die Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´n) der BRK-Bereitschaften Berchtesgaden und Bad Reichenhall, der Betreuungsdienst der BRK-Bereitschaften im Berchtesgadener Land, der Einsatzleiter Rettungsdienst, die SEG Information und Kommunikation (IuK) mit ihrem Einsatzleitwagen sowie der Kriseninterventionsdienst (KID) mit dem Fachdienstleiter für Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV). Die Sanitäter mussten insgesamt acht Betroffene versorgen, die Rauch eingeatmet hatten, von denen aber niemand ernsthaft verletzt wurde. Sie sicherten den Einsatz ab, kümmerten sich um die Verpflegung der Einsatzkräfte und betreuten die Hausbewohner.

Der entstandene Sachschaden beträgt ersten Schätzungen der Polizei zufolge rund 200.000 bis 300.000 Euro. Die Ermittlungen zur bisher unbekannten Brandursache hat die Kriminalpolizei Traunstein übernommen.